Beim bundesweiten Warntag am 10. September haben in Nordsachsen 266 von 275 kommunalen Sirenen das erwartete Warnsignal ausgegeben. Das teilte der Landkreis nach Auswertung der Rückmeldungen mit.
Cell Broadcast und die Warn-App NINA funktionierten laut Landkreis ebenfalls. Bei der Entwarnung um 11:45 Uhr blieben dagegen technische Lücken sichtbar.
220 Sirenen konnten Entwarnung geben
Von den 275 kommunalen Sirenen spielten 220 auch das vorgesehene Entwarnungssignal ab. Nach Angaben des Landkreises betrifft die Differenz überwiegend ältere Anlagen, die den dafür notwendigen Dauerton technisch nicht wiedergeben können.
Die gemeldeten Ausfälle und Abweichungen sollen nun geprüft werden. Eine nach Kommunen aufgeschlüsselte Liste veröffentlichte der Landkreis in seiner Bilanz nicht; eine belastbare Einzelbewertung für Delitzsch ist deshalb daraus nicht möglich.
Diese Signale waren am Warntag zu hören
Zum Beginn der Probe ertönt eine Minute lang ein auf- und abschwellender Sirenenton. Er steht für die Warnung vor einer Gefahr. Um 11:45 Uhr folgt ein einminütiger Dauerton als Entwarnung.
Neben den Sirenen werden Radio und Fernsehen, Warn-Apps, digitale Anzeigetafeln und Cell Broadcast getestet. Laut Landkreis wird über Cell Broadcast diesmal auch die Entwarnung verschickt.
Was der Test gezeigt hat
Der Probealarm war keine akute Gefahrenlage. Die Auswertung zeigt jedoch, dass die Warnung über mehrere Kanäle grundsätzlich funktioniert und ältere Sirenen bei der Entwarnung an technische Grenzen stoßen können.
Ob ein Mobiltelefon Cell-Broadcast-Nachrichten empfängt, hängt unter anderem vom Gerät, dem Betriebssystem und den Einstellungen ab. Der Bund stellt dazu technische Hinweise bereit.
Rückmeldungen zum Warntag möglich
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe bittet nach dem Test um anonyme Rückmeldungen. Unter warntag-umfrage.de können Bürgerinnen und Bürger angeben, über welche Warnmittel sie erreicht wurden.
Die Stadt Delitzsch hat am 9. September ergänzt, dass die Umfrage am 10. September um 11 Uhr freigeschaltet wird und bis zum 17. September 2026 geöffnet bleibt.

