Das Fahrradparkhaus am Unteren Bahnhof in Delitzsch ist beschlossen. Der Aufsichtsrat der Wohnungsgesellschaft der Stadt Delitzsch (WGD) hat dem Vorhaben zugestimmt. Auf der Südseite des Bahnhofsgebäudes sollen auf rund 400 Quadratmetern 208 gesicherte Stellplätze entstehen.

Die Anlage soll abgeschlossen, beleuchtet und kameraüberwacht sein. Ein digitales Zugangssystem ermöglicht die Nutzung rund um die Uhr. Nach Angaben der WGD soll das Fahrradparkhaus ab Mitte 2027 zur Verfügung stehen.

Ausschreibung nennt Baustart im November

Das Vorhaben ist bereits öffentlich ausgeschrieben. Die Angebotsfrist endet am 24. September 2026 um 11 Uhr. In den veröffentlichten Vergabeunterlagen ist der 9. November 2026 als Beginn der Ausführung genannt; die Arbeiten sollen demnach bis 12. März 2027 abgeschlossen werden.

Dieser Zeitraum ist der derzeitige Vergabeplan. Ob der Bau tatsächlich an diesem Tag beginnt, hängt unter anderem von der Auswertung der Angebote und der anschließenden Auftragsvergabe ab. Die von der WGD genannte Inbetriebnahme Mitte 2027 bleibt deshalb der belastbarere Termin für Nutzerinnen und Nutzer.

Überdacht, abgeschlossen und digital zugänglich

Ausgeschrieben sind die Stahlkonstruktion mit Überdachung, die Einfriedung mit Türen, die Fahrradparksysteme sowie ein elektronisches Zugangs-, Buchungs- und Bezahlsystem. Die Unterlagen beschreiben eine Anlage von ungefähr 21,3 mal 18,3 Metern und rund drei Metern Höhe.

Der Zugang soll von zwei Seiten möglich sein. Tages-, Monats- und Jahrestickets sind kostenpflichtig vorgesehen; konkrete Preise hat die WGD bislang nicht veröffentlicht. Die Kombination aus geschlossenem Baukörper, Beleuchtung und Kameraüberwachung soll Fahrräder besser vor Diebstahl, Vandalismus und Witterung schützen.

208 Plätze für Fahrräder und Lastenräder

Geplant sind 107 Hoch-Tief-Parker, 80 Doppelparker, neun Anlehnbügel und drei Stellplätze für Lastenfahrräder. Die unterschiedlichen Systeme sollen auch größeren und schwereren Rädern Platz bieten.

Die von der WGD veröffentlichte Gesamtsumme von 208 Stellplätzen ergibt sich, wenn die neun Anlehnbügel jeweils von zwei Fahrrädern genutzt werden. Das Angebot richtet sich besonders an Pendlerinnen und Pendler, die Fahrrad und Bahn miteinander verbinden.

Bund und ZVNL fördern das Projekt

Unterstützt wird das Fahrradparkhaus über das Bundesprogramm „Fahrradparkhäuser an Bahnhöfen“ des Bundesamts für Logistik und Mobilität sowie durch den Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig. Für das Projekt war bereits 2024 eine Bundesförderung von 225.000 Euro bekanntgegeben worden.

Die gesamten Projektkosten und die endgültige Höhe aller Förderanteile sind in den aktuell frei zugänglichen Mitteilungen nicht genannt. Ebenfalls noch offen sind die späteren Ticketpreise.