Der Aufbau des Center for the Transformation of Chemistry (CTC) in Delitzsch erreicht eine weitere organisatorische Etappe. Der Aufsichtsrat des Großforschungszentrums hat sich konstituiert und soll dessen strategische Entwicklung begleiten.

Das geht aus einer Mitteilung des Sächsischen Wissenschaftsministeriums vom 30. Juli 2026 hervor. Ein Termin für den Beginn der Campus-Bauarbeiten wurde darin nicht genannt.

Womit sich der Aufsichtsrat zunächst befasst

Nach Angaben des Ministeriums stehen zu Beginn vor allem Personal-, Standort- und Baufragen auf der Tagesordnung. Parallel wird der konkrete Bedarf an Büro- und Laborflächen, Werkstätten, Veranstaltungsräumen sowie technischer Infrastruktur ermittelt.

Der Aufsichtsrat ist damit ein wichtiges Kontroll- und Begleitgremium für die weitere Entwicklung des Zentrums. Die Konstituierung ist jedoch nicht mit einem Baustart gleichzusetzen.

Offener Forschungscampus auf dem Zuckerfabrik-Gelände

Für das CTC ist auf dem Gelände der ehemaligen Zuckerfabrik in Delitzsch ein offener Forschungs- und Arbeitscampus geplant. Im Mittelpunkt steht die Transformation der Chemie hin zu nachhaltigeren und kreislauforientierten Verfahren.

Die laufende Planung umfasst neben Laboren und Büros auch Werkstätten, Veranstaltungsflächen, Rechenkapazitäten und die technische Versorgung des künftigen Campus.

Bis zu 1.000 Arbeitsplätze vorgesehen

Langfristig sind am CTC bis zu 1.000 wissenschaftliche und nichtwissenschaftliche Arbeitsplätze vorgesehen. Benötigt werden perspektivisch nicht nur Forschende, sondern auch Beschäftigte in Verwaltung, Technik, Ingenieurwesen und Handwerk.

Wie schnell diese Stellen entstehen und wann die einzelnen Bauabschnitte beginnen, lässt sich aus der aktuellen Mitteilung noch nicht ableiten.

Was das für Delitzsch bedeutet

Die neue Gremienstruktur schafft eine weitere Voraussetzung dafür, dass aus der bisherigen Aufbauphase ein dauerhaft arbeitsfähiges Forschungszentrum wird. Für Delitzsch kann das Projekt langfristig neue Arbeitsplätze, zusätzliche Unternehmensansiedlungen und eine stärkere überregionale Wahrnehmung bringen.

Diese Auswirkungen sind eine redaktionelle Einordnung auf Grundlage der veröffentlichten Projektziele. Konkrete Zeitpläne und lokale Folgeprojekte müssen jeweils gesondert bestätigt werden.